13/2019, 29.04.2019
Als Bestandteil von Sonnenmilch verhindern sie Sonnenbrand, als Werkstoffe stecken sie in Objekten aus dem 3D-Drucker: Nano- und andere neuartige Materialien gehören längst zu unserem Alltag. Ihr Risiko ist bislang aber nur in Teilen erforscht. Am 29. und 30. April 2019 wird am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) das Forschungsverbundprojekt InnoMat.Life eröffnet. In diesem  Projekt werden zum ersten Mal ganzheitlich Gesundheits- und Umweltrisiken neuartiger (Nano-) Materialien entlang ihres gesamten Lebenszyklus erforscht. Im Zentrum der Untersuchungen stehen neben Nanomaterialien auch Materialien für neuartige Fertigungsverfahren wie den 3D-Druck. „Bisher wurden (Nano-)Materialien in der Sicherheitsforschung vor allem einzeln und außerhalb ihres Verwendungszwecks betrachtet. Das reicht aber nicht aus, da sie in den daraus gefertigten Produkten in vielfältiger Form und in der Regel kombiniert mit anderen Materialien auftreten“ sagt der Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Im Verbundprojekt InnoMat.Life, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 2,22 Millionen Euro gefördert und vom BfR koordiniert wird, kooperieren 10 Partner aus Behörden, Wissenschaft und Industrie, um Kriterien für eine effiziente Bewertung der Gesundheits- und Umweltrisiken neuartiger (Nano-) Materialien zu erarbeiten.
 
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